Vorwort zur Online-Ausgabe 2013

In meinem Fundus aus ererbten Unterlagen befindest sich die Jubiläumsausgabe des Erfurter Allgemeinen Anzeigers. Da ich dieses Dokument für interessant für Nostalgiker und Interessenten der Erfurter Geschichte halte, habe mich der Mühe unterzogen, dieses einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Papierausgabe aus dem Jahre 1926 ist in Frakturschrift, die in der damaligen Zeit aktuell war, geschrieben. Da viele, besonders jüngere Leser, diese Schrift nicht lesen können und es auch Anderen das Lesen zu erleichtern, habe ich die Originalausgabe Internet-fähig gemacht und dabei die Formatierungen und die damalige Rechtschreibung so weit wie möglich beibehalten, mit der Ausnahme ,dass die "Sperschrift" kursiv dargestellt wird. 

Die in der Origialausgabe beigefügten Ausschnitte aus den vorangegangen Jahren sind als Foto in die Texte eingebettet. Damit bekommt diese Ausgabe auch noch zusätzlichen nostalgischen Touch. Daran darf sich der Leser selbst versuchen. 

Der Fototeil, die in der Originalausgabe  auf gesondertem Papier an zwei Stellen eingesetzt war, wurde in Fotogallerie dieser Homepage eingesellt, die man auch über das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe erreichen kann.

Bei der Digitalisierung bestand ein größerer Aufwand dadurch, dass die Texterkennung mit der Frakturschrift ihre Probleme hatte. Nicht genug, dass sich nicht nur die Buchstaben s und f sehr ähnelten und ständig verwechselt wurden, es wurden auch verschiedenste Schriftsätze in verschiedenen Größen eingesetzt. Und da die Frakturschrift nicht Bestandteil im Texterkennungsprogramm war, musste ich es dem Programm im Lernmodus beibringen, was nur recht und schlecht gelang und danach sehr viel Nacharbeit erforderte. Ich denke aber, dass sich die Mühe gelohnt hat, zumal im Hinblick darauf, dass noch mehrere Generationen nach mir das Internet nutzen werden, dieser historische Abriss für ein großes Publikum interessant sein wird.

Beim vorangegangenen Satz bin ich bestimmt von den Schachtelsätzen aus Original angesteckt worden. Diese Schachtelsätze werden den heutigen Lesern sicherlich auch die Sache erschweren, sich in die Vergangenheit zurückversetzen zu lassen. Die Mühe wird aber mit Sicherheit belohnt, zumal wir aus heutiger Sicht in zwei Schritten in die Vergangenheit reisen, weil das Ganze „nur” ein Rückblick aus dem Jahre 1926 ist. 

Der erwähnte Aufwand beim Digitalisieren hat natürlich auch zur Folge, dass sich Fehler eingeschlichen haben. Ich bitte um Rückmeldungen, wenn offensichtliche Fehler entdeckt werden. 

Nun wünsche ich viel Spaß beim Studium dieser interessanten Lektüre!

Lothar Thurm